12 km

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Langsam nähert sich der Tag des Abschieds aus Perth, einer Stadt in der wir dann schließlich 4 Monate gelebt haben. Es ist komisch, aber selbst nach so kurzer Zeit habe ich das Gefühl, dass ich eine Art von zu Hause verlasse. Wenn man neu in einer Stadt ist, dann ist man irgendwie immer in einer Hab-Acht-Stellung, man fühlt sich wie ein Fremder und jedes Erlebnis hat eine gewisse Exklusivität. Seit einigen Wochen hat sich dieses exklusive Gefühl in ein wohltuendes Heimatgefühl verwandelt, wir zucken nicht mehr zusammen, wenn die Leute uns ansprechen, wir nehmen langsam die australischen Floskeln auf und leben diesen für uns recht fremden Lifestyle…und wir fühlen uns prächtig. Wahrscheinlich fällt uns auch genau deswegen der Abschied so schwer. Wir hinterlassen diesmal nicht nur unsere touristische Spur, sondern müssen uns auch von liebgewonnenen Menschen verabschieden, lästigen Papierkram erledigen…naja quasi ein sich langsam gefestigtes Leben wieder ausradieren. Die Stadt hat uns sehr viel gegeben, uns sehr herzlich aufgenommen und uns nie enttäuscht. Schon vor knapp 10 Jahren – als wir das erste Mal mit dem Gedanken Australien gespielt haben – schwebte uns mit einer definitiven Sicherheit Perth als erstes Ziel vor den Augen und wir wussten nicht mal warum. Wenn ich an mein damaliges Ich zurückdenke, dann würde ich sagen, dass wir Perth zur genau richtigen Zeit kennengelernt haben. Damals hätte ich die Stadt als langweilig und viel zu ruhig eingestuft…doch mit meiner aktuellen Lebenseinstellung deckt die Stadt einfach alles ab was wir brauchen, um glücklich zu sein. Ich rede hier vom perfekten Zusammenspiel von Wetter, Ozean, der Lebenseinstellung der West-Australier und einer selbstbewusst-entspannten Stadt.

Nun ist es langsam an der Zeit unsere Sachen auszusortieren, alles an Ballast, was sich in den letzten Monaten angesammelt hat, wegzuwerfen und uns so gut wie es nur geht auf die kommenden Abenteuer vorzubereiten. Aber egal was auf uns zukommt, schon wegen den vergangenen, wundervollen Monaten hat sich unsere Reise gelohnt.

So ist es nur fair nun dem Land und den Menschen auch was zurückzugeben. Wir haben zwar keine Kohle, dafür aber genug Erfahrung als Läufer, um an dem Wohltätigkeitslauf „Run for a reason“ teilzunehmen. Jeder Teilnehmer sucht sich eine Charity-Organisation aus, für die er so viel Geld wie nur möglich sammelt. Wir laufen zwar keinen Marathon (sondern nur lächerliche 12 Km), doch wir haben seit letzter Woche einen Spendenmarathon gestartet, der den Menschen bis Mitte Juli die Möglichkeit bietet bisschen Geld locker zu machen. Nori setzt sich für Diabetiker ein und mein Ziel ist es der Australischen Leukämie Foundation zu helfen.

Wir freuen uns über jede Spende!

Für mehr Infos checkt auch die folgenden Seiten:

https://hbfrun2014.everydayhero.com/au/martin-1

https://hbfrun2014.everydayhero.com/au/nora

Wir halten Euch mit Fotos und Infos auf dem Laufenden!

Genießt den europäischen Frühling!

Martin

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