Zu Besuch beim Tasmanischen Teufel

Mit der Fähre Spirit of Tasmania haben wir Melbourne und somit auch das australische Festland verlassen, um das magische Tasmanien zu besuchen!

Alle, denen wir erzählt haben, dass wir in den südlichsten Bundesstaat Australiens fahren, haben leuchtende Augen bekommen und uns mit Tipps überschüttet! Leider hatten wir nur vier Tage eingeplant (großer Fehler) und haben deswegen nur einen kleinen Teil des Landes bereisen können!

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Tasmanien an sich erstreckt sich auf ca. 60.000 qkm, was 2/3 der Größe Ungarns entspricht, wird aber nur von knapp 500.000 Menschen bewohnt! Da bleibt also ordentlich Platz für Flora und Fauna, dem ganzen Stolz der Tassies!

Eine überraschend angenehme Nacht auf der Fähre verbringend, sind wir nach 13 Stunden im nördlichen Devonport angekommen. Hier hatten wir nur eine Stunde Zeit, bevor wir dann in den Bus nach Hobart, der Hauptstadt Tasmaniens eingestiegen sind!

Schon wegen der Natur hat sich die Busreise nach Hobart gelohnt: saftige Wiesen, hügelige Landschaften mit Wäldern in etlichen Grüntönen und dramatischen Wolkenformationen.

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Für diese kurze Zeitspanne hat sich Hobart als logisches Ziel angeboten, denn die Stadt beherbergt nicht nur eines der kontroversesten Kunstsammlungen der Welt, sondern ist von einer faszinierender Natur umgeben und liegt außerdem direkt am Wasser und hat dadurch einen leicht maritimen Touch.

Die 3 Tage vergingen rasch, wir besuchten das besagte Museum, hatten einen Tagesausflug in die Berge gemacht und die Stadt besichtigt!

Das Museum of Old and New Art (MONA) wurde von dem exzentrischen Milliardär David Walsh gegründet. Die hier ausgestellten Stücke entsprechen einzig und alleine seinem Geschmack und sind in keinster Weise kategorisierbar. Von alten ägyptischen Sarkophagen, über außergewöhnliche Gemälde bis verstörende und coole Kunststücke und Installationen beherbergt das Museum auf drei unterirdischen Etagen über 400 Kunstwerke! Das MONA liegt auf einer Halbinsel, die man am besten mit der hauseigenen Fähre erreicht. Schon die Fahrt dahin in der grauen Camouflage Hightech-Fähre ist ein Erlebnis, findet man hier nämlich schon die ersten Kunstobjekte. Das faszinierend schöne und sehr düstere Museum ist ultramodern, alles bis in den Keller durchdesignt, das Personal ist wie Gefängnisaufseher gekleidet und man weiß von Anfang an: das wird der Hammer! Es ist schwer das Gefühl, die Atmosphäre zu beschreiben, aber eins kann ich Euch versichern: es ist einzigartig!

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Als Kontrasprogramm haben wir am Folgetag mit Lewis, unserem Couchsurfing-Host und seinem anderen Gast Thomas aus Hongkong bei strahlendem Sonnenschein den Mount Wellington bestiegen. Tja, was soll ich sagen: einfach Wahnsinn! Unser Weg führte erst durch die Wälder, bevor er auf den Bergrand wechselte, so dass wir konstant einen unbeschreiblichen Ausblick auf die Insellandschaft, der Stadt und dem Ozean genießen konnten!

Total kaputt, unsere Lungen gefüllt mit der angeblich saubersten Luft der Welt hatten wir einen schönen Abend mit tasmanischem Rotwein, leckerem Essen und interkulturellen Gesprächen verbracht! Bevor wir am Samstag Hobart verließen, haben wir noch auf dem allseits beliebten Markt geschlendert, um uns die kulinarischen und künstlerischen Besonderheiten Tasmaniens reinzuziehen!

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Mit dem Bus sind wir dann in den nördlichen Launceston gefahren, wo wir den Rest des Tages in der gastfreundlichen Obhut von Douglas und Marylin verbracht haben (Couchsurfing), die uns mit einem warmen Essen und einer Stadtrundfahrt verwöhnt haben. Die beiden (Mutter und Sohn, Vater war gerade auf einer 6monatigen Europareise) wohnen in einem riesigen Anwesen im Kolonialstil und hatten uns mit einer unerwartet herzlichen Gastfreundschaft einen perfekten Abschied aus Tasmanien beschert!

Leider hatten wir den Tasmanischen Teufel nicht gesehen (dafür aber schon im Reservat in Perth) hatten aber mal wieder eine exzellente australische Gastfreundschaft, wunderschöne Natur und perfektes Wetter erlebt!

Tasmanien: 10 von 10 Punkten!

Next stop: Blue Mountains & Sydney

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Ein Kommentar zu “Zu Besuch beim Tasmanischen Teufel

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