Was geht in Ost-Australien?

Letzten Dienstag haben wir also Perth verlassen und sind mit dem Red Eye nach Melbourne geflogen! Trotz Müdigkeit hat uns die Stadt von Anfang total in ihren Bann gezogen!

Nach dem sterilen Perth war es eine angenehme Abwechslung uns von Graffitykunst, hipster Gesichtern und cool-abgefuckten Cafés inspirieren zu lassen! Die Stadt erinnert mich sehr stark an Berlin, denn sie vereint moderne Bauten mit alten Häusern und teilweise scheint es, dass sie architektonisch einfach nur frei Schnauze zusammengewürfelt wurde! Man kann die Kreativität hinter jeder Ecke spüren, das sieht man z.B. auch daran, dass die Innenstadt dank dem zentral gelegenen Campus komplett voll mit Studenten ist und manche Gebäude im CBD auch von Architekturstudenten entworfen worden! Das nenn ich doch mal Nachwuchsförderung!

Die hier verbrachte Zeit verging also überwiegend mit entspanntem Schlendern in den verschiedenen Bezirken der Stadt, hier n Kaffee geschlürft, da n Museum/Kirche besichtigt, die coolen Läden abgecheckt, den Hafen und deren einzigartige Atmosphäre auf uns wirken lassen…sprich uns einfach treiben und schließlich komplett mitreißen lassen!

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Auch in Melbourne erfährt man die gewohnte australische Freundlichkeit und Entspanntheit! Ein gutes Beispiel hierfür war unser Gastgeber Matthew, der uns während unseres kompletten Aufenthaltes als Couchsurfing-Host beherbergt, sowie mit tollen Tipps für die Stadt ausgerüstet hat! Er selbst ist zu einem Viertel sogar Ungar :), arbeitet als freischaffender Photograph und lebt mit zwei weiteren Mitbewohnern in einem Haus in Richmond, einem Bezirk Melbournes.

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Schon von Anfang an war uns klar, dass wir während unseres Aufenthaltes den nahe gelegenen Great Ocean Road (GOR) anschauen wollen! Da wir in Australien nicht Auto fahren wollen haben wir stets nach Gleichgesinnten Ausschau gehalten, die selber diesen Trip machen wollen und das Fahren übernehmen! Zwei Tage nach unserer Ankunft haben wir dann den Kölner Dirk und die Pariserin Marion gefunden mit denen wir dann schließlich diese fantastische Reise angetreten haben!

Der Plan war wie folgt: Auto anmieten (mind. zwei von uns Vieren sollten auch darin schlafen), 3,5 Tage den GOR bereisen und so viel wie möglich an Erlebnissen mitnehmen!

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Ein wenig zum Hintergrund: der GOR wurde zwischen 1918-1932 von heimgekehrten Soldaten des ersten Weltkrieges zum Einen als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (mein Lieblingswort 🙂 und zum Anderen als Kriegsdenkmal für die gefallenen Soldaten errichtet und ist mit 243 Kilometern das größte Kriegsdenkmal der Welt!!

Auf der Route jagt ein Higlight das Nächste: zahlreiche Naturreservate mit Koalas, Kängurus, Emus u.v.m., traumhafte Wasserfälle, mystische Wälder und wunderschöne Landschaften; sowie eine atemberaubende Aussicht auf den Südlichen Ozean, wo die abenteuerlichsten Felsformationen dank der wilden Wellen entstanden sind und somit touristische Höhepunkte wie die ‚Zwölf Apostel‘, ‚Grotto‘, ‚London Arch‘ und ‚Loch Ard Gorge‘ präsentieren!

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Die Straße führt überwiegend direkt am Ozean entlang, da muss ich gar nicht erst sagen, dass der GOR ihren Namen ’schönste Straße der Welt‘ redlich verdient hat! Am Ende jeden Tages hatten wir einfach nur einen emotionalen Overkill von den faszinierend-schönen Erlebnissen!

Mit dem Wetter hatten wir großes Glück,  denn trotz der Winterzeit waren es ungewöhnlich milde Temperaturen, Null Regen, dafür aber umso mehr Sonne!

Kulinarisch haben wir uns mit leckeren Kaffees in tollen Cafés mit Ozenaussicht verwöhnt und die Tage mit Barbecues an eines der vielen öffentlichen Grillstationen abgerundet!

Loch Ard Gorge

Loch Ard Gorge

Grotto

Grotto

Es hat sehr viel Spaß gemacht mit Marion und Dirk zu reisen. Sie waren sehr entspannt, superlustig und mit uns total auf einer Wellenlänge!

Wir waren permanent auf der ‚Jagd‘ nach Koalas und wurden am letzten Abend mit einem absolut perfekten Erlebnispaket beschenkt:

Auf dem Weg zu unserer letzten Campingstation saß ein Koala direkt auf der Straße und schien nur auf uns zu warten! In Sorge, jemand könnte ihn überfahren hielten wir an und ‚begleiteten‘ ihn freudestrahlend zum nächsten Eukalyptusbaum! Doch damit nicht genug! Im Camping, das direkt am Ozean lag (Blanket Bay), waren wir drauf und dran ein schönes Lagerfeuer unter dem klaren und mit Sternen überfüllten Nachthimmel zu entfachen als ein Koalamännchen locker-flockig direkt an uns vorbeiwandert, sich erstmal fotografieren und streicheln lässt, bevor er dann sein Nachtlager auf nem Baum aufschlug!

Das Abendessen vom Grill, die kühlen Biere und die ausgelassene und zufriedene Stimmung hatten alles nur noch verschönert. Diese Nacht, aber auch der komplette Roadtrip waren, ich kann’s nicht anders sagen, einfach nur perfekt!

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Lasst Euch von den Bildern berieseln und schnallt Euch schon mal für Tasmanien an!!

Drücker vom anderen Ende der Welt!

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alle Bilder gibt´s hier

Ein Kommentar zu “Was geht in Ost-Australien?

  1. Hi mate, sounds like you had a great time. Me and my girlfriend have a van to stay in but can’t find places in Lorne other than the one you mentioned, but they do not allow camper vans. I’m curious to know where you put your car for the night and whether or not we could just stay overnight in the parking lot. Cheers.

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